
Wärme, Kälte und Strom machen den Weg für Bewegung frei.
Physikalische Therapie ist für alle, deren Muskeln verhärtet, deren Gelenke steif oder deren Beschwerden frisch und geschwollen sind. Wärme, Kälte, Rotlicht, Strom, Laser, Stoßwellen, Massage und Lymphdrainage lockern das Gewebe, damit die eigentliche Behandlung besser greift.
Acht Anwendungen, ein Zweck: das Gewebe vorbereiten.
Physikalische Therapie nutzt Wärme, Kälte, Licht, Strom, Druckwellen und die Hände. Jede dieser Reizformen wirkt anders im Gewebe: Sie fördert die Durchblutung, senkt die Muskelspannung oder dämpft Schmerz und Schwellung. Welche passt, entscheidet der Befund.
- Wärmetherapie. Eine warme Packung liegt etwa zwanzig Minuten auf. Die Gefäße weiten sich, verhärtete Muskeln geben nach.
- Kältetherapie. Kühlpackungen bremsen Schwellung und Schmerz, etwa nach einer Verletzung oder Operation.
- Rotlichttherapie. Eine Infrarotlampe wärmt die Haut und die oberen Gewebeschichten, etwa im verspannten Nacken.
- Elektrotherapie. Schwacher Strom über Elektroden auf der Haut lindert Schmerz oder regt Muskeln an, die nicht richtig arbeiten.
- Lasertherapie. Gebündeltes Licht mit geringer Leistung wirkt gezielt auf gereizte Sehnen und Gelenke und dämpft Schmerz.
- Stoßwellentherapie. Kurze, kräftige Druckwellen erreichen hartnäckige Beschwerden an Sehnenansätzen, etwa an Ferse, Ellenbogen oder Schulter.
- Klassische Massagetherapie (KMT). Knetende und streichende Griffe lösen Verspannungen und machen die Muskulatur für Übungen bereit.
- Manuelle Lymphdrainage (MLD). Sanfte, pumpende Griffe leiten gestaute Gewebeflüssigkeit ab, etwa bei Schwellungen nach einer Operation.
Wichtig ist die Reihenfolge. Physik ist bei uns Vorbereitung, nie Ersatz: Nach der Wärme folgt die Physiotherapie mit Händen und Übungen.

Wärme wandert.
Querschnitt durch Haut und Muskel, vereinfacht dargestellt.
- 32,4 °CDas Gewebe ist kühl, die feinen Blutgefäße sind eng gestellt.
- WärmeDie warme Packung liegt auf. Ihre Wärme wandert Schicht für Schicht nach innen.
- 40,0 °CDie Gefäße weiten sich, der Muskel wird stärker durchblutet und lässt locker.
40,0 °CGewebetemperatur · Beispielwerte
Erst lockern, dann bewegen.
Wärme allein fühlt sich gut an, hält aber selten lange. Die Wirkung ist ein Zeitfenster: Für eine Weile ist das Gewebe weicher und besser durchblutet. Genau in diesem Fenster legen wir die aktive Behandlung, im selben Termin und nicht an einem anderen Tag.
Das hilft vor allem bei Beschwerden, die das Revier kennt: ein fester Nacken nach Über-Kopf-Arbeit, ein harter unterer Rücken nach der Nachtschicht. Welche Region bei Ihnen betroffen ist, können Sie vorab auf der Seite Wo tut's weh? zeigen.
Befund und Auswahl
Wir prüfen, wo das Gewebe fest oder gereizt ist, und klären Gegenanzeigen. Danach steht fest, welches Verfahren passt: Wärme, Kälte, Rotlicht, Strom, Laser, Stoßwellen, Massage oder Lymphdrainage.
Die Anwendung
Sie liegen bequem, die Anwendung dauert je nach Verfahren etwa zehn bis zwanzig Minuten. Temperatur und Stromstärke richten sich nach Ihrer Rückmeldung.
Die aktive Behandlung
Direkt im Anschluss folgen Krankengymnastik, individuelle physiotherapeutische Behandlung oder Übungen, solange das Gewebe noch gelockert ist.
Nachmessen und anpassen
Beweglichkeit und Schmerz werden erneut geprüft. Greift ein Verfahren nicht, wechseln wir es beim nächsten Termin.
Die Kosten hängen davon ab, was verordnet ist.
Beträge nennen wir hier nicht. Die aktuelle Preisliste erhalten Sie mit Ihrer Terminanfrage.
Gesetzlich versichert
Mit Verordnung
Massage und Lymphdrainage können eigenständig verordnet werden. Wärme, Kälte und Elektrotherapie stehen meist als Ergänzung zu einer anderen Behandlung auf dem Rezept. Die Praxis rechnet mit der Kasse ab, Sie tragen die gesetzliche Zuzahlung.
Privat versichert
Mit Rechnung
Sie erhalten eine Rechnung und reichen sie bei Versicherung oder Beihilfe ein. Was erstattet wird, legt Ihr Tarif fest.
Selbst gezahlt
Ohne Verordnung
Eine Massagebehandlung (KMT) können Sie auch ohne Rezept buchen. Der Preis hängt von der Dauer ab.
Häufige Fragen zur physikalischen Therapie.
Ihre Frage fehlt? Schreiben Sie uns über das Kontaktformular. Alle Bereiche im Überblick finden Sie unter Leistungen.
Hilft Wärme auch ohne weitere Behandlung?
Sie lindert, behebt die Ursache aber selten. Eine Wärmepackung entspannt verhärtete Muskeln für einige Stunden. Liegt das Problem an einer Haltung, einem steifen Gelenk oder fehlender Kraft, kommen die Beschwerden danach zurück. Deshalb folgt bei uns auf die Wärme die aktive Behandlung.
Wann ist Kälte besser als Wärme?
Bei frischen Verletzungen, Schwellungen und akuten Entzündungen. Wärme würde dort die Durchblutung noch steigern und die Schwellung verstärken. Kälte dämpft den Schmerz und bremst die Schwellung. Nach einer Operation ist sie deshalb oft Teil der Rehabilitation. Bei chronischen Verspannungen ist dagegen meist Wärme die bessere Wahl.
Spürt man Laser, Stoßwelle oder Strom?
Laser kaum, Stoßwellen als kräftiges Klopfen, Strom als Kribbeln. Beim Laser entsteht höchstens ein leichtes Wärmegefühl. Die Stoßwellen dosieren wir so, dass Sie sie gut aushalten. Bei der Elektrotherapie steigern wir die Stromstärke langsam, bis Sie ein deutliches, aber angenehmes Kribbeln spüren. Wird es unangenehm, sagen Sie Bescheid, und wir regeln sofort herunter.
Wann sind Wärme oder Strom nicht geeignet?
Bei akuten Entzündungen, offenen Wunden, Fieber und bestimmten Herz- oder Gefäßerkrankungen ist Wärme nicht das Richtige. Elektrotherapie scheidet zum Beispiel bei einem Herzschrittmacher aus. Sagen Sie uns beim ersten Termin, welche Erkrankungen Sie haben und welche Medikamente Sie nehmen. Im Zweifel klären wir das mit Ihrem Arzt.
Kann ich eine Massage ohne Rezept buchen?
Ja, die Massagebehandlung (KMT) können Sie als Selbstzahler buchen. Nennen Sie in Ihrer Terminanfrage kurz, welche Beschwerden Sie haben. Haben Sie Schmerzen, die immer wiederkommen, lohnt sich vorher ein Arztbesuch. Mit einer Verordnung übernimmt die Kasse die Behandlung, und wir können Wärme mit gezielter Therapie verbinden.
Verspannt, steif oder geschwollen? Fragen Sie einen Termin an.
Nennen Sie kurz Ihre Beschwerden und ob Sie eine Verordnung haben. Die Praxis meldet sich und bestätigt Ihren Wunschtermin.