Therapeut umfasst mit beiden Händen das gebeugte Knie eines Patienten

Nach der Operation: Stufe für Stufe zurück zur vollen Belastung.

Rehabilitation bei Dynora ist Unterstützung nach Operationen und Verletzungen, für alle, die wieder gehen, arbeiten und Sport treiben wollen. Wir bauen die Belastung in Stufen auf, nach dem Schema Ihrer Klinik und mit einer Messung in jeder Stufe.

Reha heißt: Belastung dosieren, nicht abwarten.

Nach einer Operation oder einer schweren Verletzung braucht Gewebe zwei Dinge: Schutz und Reiz. Zu viel Last in der frühen Phase gefährdet die Heilung, zu wenig lässt Muskeln abbauen und Gelenke steif werden. Rehabilitation sucht genau die Menge dazwischen und erhöht sie, sobald das Gewebe so weit ist.

Deshalb beginnt die Behandlung mit Unterlagen, nicht mit Übungen. Der OP-Bericht sagt, was gemacht wurde. Das Nachbehandlungsschema der Klinik legt fest, wann das Bein wie viel tragen darf und welche Bewegungen noch tabu sind. Daran halten wir uns, und wir messen, ob der Körper mitkommt.

Zum Umfang gehören Manuelle Lymphdrainage (MLD) und Kühlung gegen die Schwellung, Krankengymnastik (KG) für Narbe und Gelenk, Gangschule mit und ohne Gehstützen, Krankengymnastik am Gerät (KGG) und Medizinische Trainingstherapie für Kraft und Koordination, Kinesio-Taping zur Entlastung und am Ende das Training für Ihren Alltag. Die Handgriffe dafür kommen aus der Physiotherapie, die Vorbereitung des Gewebes aus der physikalischen Therapie.

Nicht jede Verletzung wird operiert. Ein Bänderriss am Sprunggelenk, ein angerissener Muskel oder ein Bruch, der im Gips oder in der Schiene heilt, folgt denselben Regeln: erst schützen, dann Stufe für Stufe belasten. Auch hier gibt der behandelnde Arzt den Rahmen vor, und auch hier wird jede Stufe gemessen, bevor die nächste kommt.

Belastung staffelt sich.

Rechtes Kniegelenk von der Seite, nach einer Operation am Kreuzband.

  1. 20 %Am Anfang trägt das Bein nur einen kleinen Teil des Körpergewichts. Das Knie bleibt gestreckt.
  2. SpaltKreuzband und Meniskus heilen im Inneren. Was sie vertragen, bestimmt das Tempo.
  3. 100 %Stufe für Stufe zur Vollbelastung. Erst dann folgt die volle Beugung auf 90 Grad und zurück.

100 %Belastung · Beispielwerte

Rechtes Kniegelenk von der Seite: Oberschenkelknochen, Schienbein, Kniescheibe, Kreuzbänder und Meniskus. Darunter ein Balken, der die Belastung in vier Stufen von 20 auf 100 Prozent des Körpergewichts füllt; am Ende beugt das Knie auf 90 Grad und streckt wieder.Lastbalken: Anteil des Körpergewichts, den das Bein trägtSchienbein (Tibia)Wadenbein (Fibula)Meniskus: Knorpelscheibe im Gelenkspalt, puffert die Last zwischen Oberschenkel und SchienbeinOberschenkelknochen (Femur) mit KondyleHinteres KreuzbandVorderes KreuzbandQuadrizepssehneKniescheibenband (Ligamentum patellae)Kniescheibe (Patella)OberschenkelknochenSchienbeinKniescheibeTeilbelastungVollbelastung20 %40 %60 %80 %100 %vorderes KreuzbandGelenkspalt · Meniskus
Therapeut misst nach einer Knieoperation die Beugung des Knies mit einem Winkelmesser

Ein Plan, drei Beteiligte: Klinik, Praxis und Sie.

Der Operateur kennt das Gelenk von innen, wir sehen es zweimal pro Woche von außen. Beides gehört zusammen. Weicht der Verlauf vom Schema ab, etwa weil das Knie heiß und dick bleibt oder die Streckung nicht zurückkommt, bekommen Sie von uns eine kurze schriftliche Zusammenfassung für Ihren nächsten Arzttermin. So entscheidet der Arzt mit Zahlen statt mit Eindrücken.

Wer aus der stationären oder ganztägig ambulanten Reha-Klinik kommt, bringt den Entlassungsbericht mit. Darin steht, wo die Klinik aufgehört hat. Dort machen wir weiter, ohne wieder bei null anzufangen.

  • Jede Stufe wird gemessen.Beugung und Streckung in Grad, Umfang der Schwellung, Kraft im Seitenvergleich. Die nächste Stufe beginnt, wenn die Werte stimmen, nicht wenn der Kalender es sagt.
  • Das Schema der Klinik gilt.Belastungsgrenzen und Bewegungsverbote aus dem Nachbehandlungsschema werden nicht eigenmächtig verschoben.
  • Training schließt an, ohne Lücke.Endet die Verordnung, geht es auf Wunsch in der medizinischen Fitness mit denselben Messwerten weiter.

Vom Entlasten zum Vollbelasten in vier Schritten.

Wie lange jeder Schritt dauert, hängt von der Operation und von Ihrem Gewebe ab. Die Reihenfolge ist immer dieselbe.

Gerade in den ersten Wochen zählt jeder Weg. Die Praxis an der Frielinghausstraße in Bochum liegt nah genug, dass die Fahrt mit Gehstützen nicht zur eigentlichen Anstrengung wird.

Am Ende steht nicht die Frage, ob das Knie heil ist, sondern ob es Ihren Alltag aushält. Im Ruhrgebiet heißt das oft: Schicht im Stehen, Knien bei der Montage, Leitern und schwere Lasten. Deshalb üben wir im letzten Schritt genau diese Bewegungen, mit Gewicht, unter Zeitdruck und müde, so wie am Ende einer Schicht. Wer Sport treibt, bekommt Lauf-, Sprung- und Richtungswechsel-Übungen, bis beide Beine vergleichbar arbeiten.

  1. Schritt 1 · Unterlagen und Befund

    Wo stehen Sie heute?

    Beim ersten Termin lesen wir OP-Bericht und Schema, fragen nach Schmerz und Schlaf und messen Beweglichkeit, Schwellung und Muskelspannung. Daraus entsteht Ihr Ausgangswert.

  2. Schritt 2 · Schützen und bewegen

    Schwellung runter, Beweglichkeit zurück.

    Manuelle Lymphdrainage (MLD), sanfte Mobilisation und Anspannungsübungen ohne Last. Sie lernen, mit Gehstützen sicher und im erlaubten Umfang zu gehen, auch auf der Treppe.

  3. Schritt 3 · Belastung aufbauen

    Von der Teil- zur Vollbelastung.

    Die Last steigt in Stufen, kontrolliert auf der Waage und in der Krankengymnastik am Gerät (KGG). Erst wenn eine Stufe schmerzarm und ohne neue Schwellung gelingt, folgt die nächste.

  4. Schritt 4 · Rückkehr in Beruf und Sport

    Das Training für Ihren Alltag.

    Treppen, Knien, Heben, Laufen, Springen: Geübt wird, was Ihr Beruf und Ihr Sport verlangen. Seitenvergleich und Sprungtests zeigen, ob das Bein bereit ist.

Was die Reha kostet, hängt davon ab, wer sie bezahlt.

Beträge nennen wir hier bewusst nicht. Sie richten sich nach Verordnung, Versicherung und Umfang, und die aktuelle Preisliste erhalten Sie mit Ihrer Terminanfrage.

Gesetzlich versichert

Mit Verordnung

Ihr Arzt verordnet zum Beispiel Krankengymnastik (KG), Krankengymnastik am Gerät (KGG) oder Manuelle Lymphdrainage (MLD). Die Praxis rechnet mit Ihrer Kasse ab, Sie zahlen die gesetzliche Zuzahlung, sofern Sie nicht davon befreit sind. Wie viele Termine es werden, steht auf der Verordnung.

Privat versichert

Mit Rechnung

Sie erhalten eine Rechnung und reichen sie bei Ihrer Versicherung oder Beihilfe ein. Wie viel erstattet wird, hängt von Ihrem Tarif ab. Klären Sie das am besten vor Beginn, gerade bei einer längeren Nachbehandlung.

Selbst gezahlt

Nach der Verordnung

Ist die Verordnung aufgebraucht, das Ziel aber noch nicht erreicht, können Sie weitere Einzeltermine selbst bezahlen. Der Preis hängt von Dauer und Art der Einheit ab.

War es ein Arbeits- oder Wegeunfall, ist meist die Berufsgenossenschaft zuständig. Klären Sie dann bitte vorab mit Ihrem Durchgangsarzt, wo die Nachbehandlung stattfinden kann. Wie ein Rezept abläuft, von der Verordnung bis zum letzten Termin, erklärt unser Ratgeber Rezept für Physiotherapie: so läuft es ab.

Häufige Fragen zur Rehabilitation.

Sie haben eine Frage zu Ihrem Fall? Schreiben Sie uns über das Kontaktformular. Einen Überblick über alle Bereiche finden Sie unter Leistungen.

Wann nach der Operation sollte die Reha beginnen?

So, wie es Ihre Klinik vorgibt. Bei vielen Eingriffen am Knie oder an der Hüfte beginnt die Bewegungstherapie schon in den ersten Tagen, bei einer Sehnennaht an der Schulter oft deutlich vorsichtiger. Melden Sie sich am besten schon vor der Entlassung, dann ist der erste Termin da, wenn Sie ihn brauchen.

Was bedeutet Teilbelastung genau?

Das operierte Bein darf nur einen Teil Ihres Körpergewichts tragen, den Rest nehmen die Gehstützen. Die erlaubte Menge steht im Nachbehandlungsschema. Weil sich ein Gewicht schlecht erfühlen lässt, üben wir es auf der Waage, bis Sie die richtige Last im Gefühl haben, auch beim Treppensteigen.

Ich war schon in einer Reha-Klinik. Brauche ich trotzdem Physiotherapie?

Oft ja. Die Klinik bringt Sie in den ersten Wochen sicher auf die Beine, die volle Kraft und die Rückkehr in Beruf oder Sport brauchen aber meist länger. Bringen Sie den Entlassungsbericht mit. Ob und wie viel Therapie verordnet wird, entscheidet Ihr Arzt.

Wie lange dauert es, bis ich wieder arbeiten oder Sport treiben kann?

Eine ehrliche Zahl gibt es dafür nicht. Eine Büroarbeit geht oft früher als Montage, Arbeit auf Leitern oder Schichtdienst im Stehen. Beim Sport kommt es darauf an, ob Sie laufen oder Fußball mit Richtungswechseln spielen. Wir machen die Rückkehr an Tests fest, nicht an Wochen, und besprechen das Ergebnis mit Ihnen und Ihrem Arzt.

Was soll ich zum ersten Termin mitbringen?

Die Verordnung, den OP-Bericht, das Nachbehandlungsschema und, falls vorhanden, den Entlassungsbericht der Reha-Klinik. Dazu bequeme Kleidung, bei Knie und Hüfte eine kurze Hose, feste Schuhe und Ihre Gehstützen. Planen Sie beim ersten Termin etwas mehr Zeit ein, damit wir alles in Ruhe durchgehen können.

Die erste Stufe beginnt mit einem Termin.

Schlagen Sie einen Wunschtermin vor und nennen Sie kurz Operation und Datum. Die Praxis meldet sich und bestätigt den Termin, am besten noch bevor Sie aus der Klinik entlassen werden.